2 I Demokratiebildung - Was ist das überhaupt?
Abschnittsübersicht
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Hervorgehoben
Was erwartet Sie in diesem Kapitel? In diesem Kapitel haben wir Ihnen Grundlagen für ihre pädagogische Arbeit zusammengestellt, die Sie zum Beispiel für die konzeptionelle Arbeit im Team, mit dem Träger oder mit Eltern nutzen können.
Was Demokratiebildung in der Einrichtung bzw. im pädagogischen Alltag bedeutet, lässt sich auf unterschiedliche Weise beantworten. Wir laden Sie dazu ein, dies zunächst mit dem Blick auf Kindertageseinrichtungen als Bildungseinrichtungen zu tun und haben einige wichtige Stellen aus dem BayBEP und den BayBL zusammengestellt. 
Im nächsten Schritt wird dann die Frage beleuchtet, was die Grundbegriffe und Definitionen für das demokratische Lernen der Kinder und die Bildungspartnerschaft mit den Eltern bedeutet. Schließlich werden auch noch Demokratiekompetenzen benannt und erläutert, wie die Kerngedanken der Demokratie mit den Kinderrechten zusammenhängen.
Geschätzte Bearbeitungszeit für dieses Kapitel: 45 min-

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Demokratiebildung in BayBL, BayBEP & Co.Auf diesen virtuellen Buchseiten finden Sie Auszüge aus den 🔗Bayerischen Bildungsleitlinien, dem 🔗Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan sowie dessen U3-Handreichung, die das Thema Demokratiebildung in Kitas beleuchten.
↪ Klicken Sie das jeweilige Bild an, um zu den verlinkten Textauszügen in einem neuen Tab zu gelangen.



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Die Basics der Demokratiebildung
Demokratiebildung in Kitas beschreibt eine pädagogische Zielsetzung, die beinhaltet, bei Kindern bereits von Anfang an, unabhängig vom (Entwicklungs-)Alter, demokratische Werte, Prinzipien und Handlungskompetenzen zu fördern.
Kinder sollen also lernen, Demokratie und die damit verbundenen Werte zu verstehen (Demokratiewissen), sie sollen diese selbst erleben (Demokratie erfahren) und selbst danach handeln (Demokratie aktiv umsetzen). Demokratiebildung in Kitas umfasst dabei die Sensibilisierung für Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Toleranz, Akzeptanz und die aktive Teilnahme am sozialen Leben. Durch demokratische Bildung sollen Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte konstruktiv zu lösen und ihre eigenen Interessen zu artikulieren.
Kinder sollen also lernen,…
- dass nicht alle Kinder gleich sind, sondern dass alle Kinder gleiche Rechte haben.
- dass Unterschiede zwischen Menschen dazugehören und eine Bereicherung für die Gemeinschaft sein können (z.B. Perspektivwechsel durch eine andere Meinung).
- dass jeder und jede ein Recht darauf hat, ernst genommen und akzeptiert zu werden.
- dass jeder und jede ein Recht darauf hat, sich aktiv zu beteiligen, für sich einzustehen und sich zu beschweren (verbal und nonverbal).
- dass jeder und jede in einer Gemeinschaft dafür verantwortlich ist, konstruktive Lösungen zu suchen und zu finden (z.B. bei Konflikten).
Das Ziel von Demokratiebildung ist es, eine positive demokratische Grundhaltung zu entwickeln und die Grundlagen für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu schaffen. 
Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan basiert auf diesem Demokratieprinzip und damit auch auf der Partnerschaft und der Partizipation aller Beteiligten: Kinder, Eltern, pädagogische Kräfte, Träger und Kooperationspartner der Einrichtung. Die demokratische Grundhaltung trägt entscheidend bei zu einem wertschätzenden Miteinander, positiven Interaktionen und einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Grundhaltung spiegelt sich auch in den Konzeptionen der Einrichtungen wider.
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DemokratiekompetenzenDer Europarat hat 🔗 20 Kompetenzen für eine demokratische Kultur zusammengefasst und 2016 veröffentlicht. Diese Kompetenzen können in die Bereiche Werte, Einstellungen, Fähigkeiten sowie Wissen und kritisches Denken unterteilt werden. Nachfolgend können Sie sich über die Karteikarten einen Überblick darüber verschaffen, welche Kompetenzen unter die genannten Bereiche fallen. Nach der vollständigen Durcharbeit dieses Kurses sollten Sie in der Lage sein, die einzelnen Kompetenzen erklären zu können. Wenn Sie schon jetzt wissen möchten, was sich hinter den einzelnen Kompetenzen verbirgt, können Sie die Erklärung zu den einzelnen Kompetenzen der 🔗Auflistung der verlinkten Broschüre des Europarats entnehmen.

Hinweis zur Nutzung der digitalen Karteikarten
Klicken Sie den blauen Button mit der Bezeichnung "Umdrehen" auf der Karteikarte an, können Sie sehen, was sich hinter der Karteikarte verbirgt.
Klicken Sie unter der Karteikarte rechts auf den Blauen Pfeil, so gelangen Sie zur nächsten Karteikarte.
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Kinderrechte in der KindertagesbetreuungKinder haben ein Recht auf Beteiligung und Mitgestaltung, das in den letzten Jahrzehnten in zahlreichen ↪internationalen und nationalen Gesetzestexten festgeschrieben worden ist. Der Rechtsausübung des Kindes steht die Verpflichtung der Erwachsenen gegenüber, jedes Kind zu beteiligen und sein Interesse an Beteiligung zu wecken und zu erhalten.
Im nachstehenden Film erfahren Sie anhand von Fallbeispielen aus KiTas und Kindertagespflege, wo die Kinderrechte im KiTa-Alltag ihre Berücksichtigung finden sollten, sodass Beteiligung von Kindern möglich und Diskriminierung vorgebeugt wird.

Sie möchten sich mit Ihren Kindern in Ihrer Einrichtung intensiver mit dem Thema Kinderrechte auseinandersetzen? Dann könnten Sie sich die 🔗Kinderrechte-Ausstellung einmal genauer ansehen. -

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Weiterführende Empfehlung für den HortbereichÜberwiegend für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter gibt es den 🔗Onlinekurs Schritte zum Partizipations(h)ort, der sich auf den Aspekt der Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Demokratiebildung fokussiert. Es geht vor allem um erste und weitere Schritte in der Umsetzung von Partizipation. Holen Sie sich hier gerne weitere Anregungen rund um das Thema "Schritte zum Partizipations(h)ort". 
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Nach diesen ersten kurzen grundlegenden Informationen rund um das Thema Demokratiebildung in der KiTa wird der Fokus in den nachfolgenden Kapiteln auf die Umsetzung in der Praxis gerichtet. Eine wesentliche Methode ist dabei die immer wiederkehrende Selbstreflexion. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Ihre eigene demokratische Grundhaltung weiter zu formen.
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