• 6 | Regulationsfähigkeit und Regulationsstörungen

    Abschnittsübersicht

    • Hervorgehoben

      Schon ab der Geburt gibt es große Unterschiede zwischen Kindern, wie diese zum Beispiel auf Reize von außen reagieren, wie schnell sie sich aus einem Zustand der Ruhe bringen lassen und wie schnell sie sich wieder beruhigen können. Eine hohe Irritierbarkeit fordert von Bezugspersonen in den ersten Monaten sehr viel Regulationshilfe von außen ab und bringt viele Eltern oder Tageseltern an den Rand ihrer Belastbarkeit. Vielen Bezugspersonen gelingt es trotzdem sehr gut, sich auf diese Anforderung einzustellen oder sich Hilfe von außen zu holen. Aber es können auch negative Interaktionszyklen entstehen, die zu immer mehr Erregung beim Säugling und immer mehr Erschöpfung bei den Erwachsenen führen. 

      Die Texte und Materialien in diesem Kapitel sollen dabei helfen, die unterschiedliche Regulationsfähigkeit von Babies und Kleinstkindern zu verstehen und die Wichtigkeit einer guten Co-Regulation durch erwachsende Bezugspersonen für die weitere Entwicklung zu verdeutlichen.

      • ◊ Expertenfilm "Hilfe, mein Kind schreit" (2023) zur Themenreihe "Stark durch Bindung. Was Kinder brauchen" des Bayerischen Sozialministeriums. Unter https://stark-durch-erziehung.bayern.de sind die animierten Auschnitte als Clips und die Expertenfilme außerdem in Deutscher Gebärdensprache und mit Audiodeskription verfügbar. (Die animierten Clips sind zusätzlich auch auf Englisch verfügbar).

      • Materialien
        Regulation von Gefühlen als zentrale Aufgabe/ Regulationsfähigkeit, Regulationsstörungen

        ♦ Text: Gutknecht, D. (2022): Sonderheft Herder: Sozial-Emotionale Entwicklung in den ersten Lebensjahren: Zusammen schaffen wir das!, Kapitel 3 (S. 20-23). (Inhaltsverzeichnis und Einleitung des Kapitels)

        ♦ Text: Haug-Schnabel, G. (2022): Sonderheft Herder: Sozial-Emotionale Entwicklung in den ersten Lebensjahren: Konflikte in der frühen Kinheit: „Das hab ich nicht gewollt!“, Kapitel 6 (S. 36-41). (Inhaltsverzeichnis und Einleitung des Kapitels)

        ♦ Text: Schieche, M (2010). Frühe Hilfen bei Regulationsstörungen - Die Münchner Sprechstunde für Schreibabys. In: R. Kißgen, R., N. Heinen (Hrsg.). Frühe Risiken und Frühe Hilfen: Grundlagen, Diagnostik, Prävention. Stuttgart: Klett-Cotta.

        ♦ Buch: Sunderland M. (2024). Was alle Eltern wissen wollen. München: Dorling Kindersley. (Achtung! die vorhergehenede Auflage dieses Buches hat einen anderen Titel: Die neue Elternschule: Kinder richtig verstehen und liebevoll erziehen. München: Dorling Kindersley.)

        ◊ Website und Film: Ihr Baby schreit viel? / Wenn Babys schreien – Über das Trösten und Beruhigen. (2018)
        Verfügbar unter: https://www.elternsein.info/schreien/baby-schreit-viel/; Quelle: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

        Zusätzliche Materialien

        ♦ Buch zur Vertiefung: Papoušek, M., Schieche M. & Wurmser, H.  (2010). Regulationsstörungen der frühen Kindheit: Frühe Risiken und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehung. Zürich: Huber Verlag.◊

        ◊ Aufgezeichneter Vortrag von Prof. Dr. Remo Largo über "Normale" Entwicklungskrisen bei Kindern in der SWR Mediathek (Allgemein: 00:00-06:20, Schreien: 06:20-08:36, Schlaf: 8:37-09:12, Motorik: 09:13-10:20, Sauberkeitserziehung: 10:19-11:21, Variabilität in der Entwicklung allgemein: 11:22-17:05, Elternverhalten und Schreien: 17:40-20:42, Elternverhalten und Schlaf: 20:43-21:45, Elternverhalten und Sauberkeitserziehung: 21:45-26:55, Elternverhalten-Schule/Lesen: 26:55-28:58, Lösungsansatz-Schreien: 30:20-32:50, Lösungsansatz-Schlaf: 32:50-36:55, Lösungsansatz-Sauberkeitserziehung: 36:55-39:54, Lösungsansatz-Schule: 39:55-41:18, Abschluss: 41:20-43:26)