Worum geht´s?
Damit im Ernstfall keine Zeit verschwendet wird, ist es gut, wenn Fachkräfte den Eltern konkrete Hilfe anbieten können bzw. bei internen Gefährdungen selbst wissen, an wen sie sich wenden können. Das gelingt, wenn Ansprechpartner:innen feststehen und Kontaktdaten der Kooperationspartnern bereit liegen.
Sowohl die pädagogischen Mitarbeiter:innen als auch Kinder (altersgemäß) und Eltern sollten Hilfs- und Beratungsangebote und ihre regionalen Ansprechpartner:innen kennen.
Im Schutzkonzept der Kita sind alle für die Kita zuständigen Kooperationspartner:innen z.B. die Ansprechpartner:innen des Trägers, des zuständigen Jugendamtes (Kitaaufsicht, ASD), der Fachberatung zum Kinderschutz/ insofern erfahrene Fachkraft (IseF), regionaler Erziehungs- und Lebensberatungsstellen, Beratungsstellen zu Fragen sexueller Gewalt, Ärzte und Therapeuten, etc. aber auch überregionale Angebote dokumentiert.
Wie geht´s?
Verschaffen Sie sich Klarheit über vorhandene bzw. notwendige Netzwerke:
- Welche Einrichtungen, Angebote und Personen sind für die Aufgaben im Kinderschutz für uns wichtig? Wer ist dort zuständige/r Ansprechpartner:in?
- Welche Unterstützung können wir von diesen Netzwerkpartnern bekommen?
- Besteht bereits ein Kontakt/ eine Zusammenarbeit, an die wir anknüpfen können? Falls nicht, wie können wir den Kontakt herstellen?
- Gibt es schriftliches Informationsmaterial (Flyer, etc.), das wir ggf. an Eltern ausgeben können?
In einer Netzwerkliste, die im Krisenfall Gold wert ist, wird festgehalten, wer Ansprechpartner:in z.B. in einem Beratungsfall ist, an welche Einrichtungen ggf. verwiesen werden kann und wer weitere wichtige Kooperationspartner:innen sind. Eine solche Netzwerkliste kann mit einer einfachen Tabelle schnell und unkompliziert erstellt werden.
Hierzu stellen wir Ihnen eine Vorlage für eine Netzwerkliste zur Verfügung, die für Ihre Kita individuell auszufüllen ist:

Abb. 16 Netzwerkliste
Ergänzendes Material
Folgende Anlaufstellen stehen Ihnen unterstützend zur Verfügung:
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Jugendamt, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Das örtliche Jugendamt ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen von Eltern, Kindern und Jugendlichen, aber auch für die Fachkräfte in den Kitas. Das Jugendamt hilft und berät vor Ort mit zahlreichen Angebote für junge Menschen und ihre Familien. Diese Angebote werden entweder von freien Trägern der Jugendhilfe (z. B. Caritas, Diakonie, AWO, Der Paritätische Bayern, Rotes Kreuz) oder von den Jugendämtern (Kommunen) selbst vorgehalten. Weitere Informationen und eine Übersicht der Jugendämter in Bayern.
Die Broschüre "Kinderschutz - Was Jugendämter leisten" informiert über die Aufgaben und Vorgehensweisen der Jugendämter im Kinderschutz.
Der Flyer "Kinder wirksam schützen - Beratung bei Kindeswohlgefährdung" richtet sich an alle, die beruflichen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben. Er erläutert kurz und klar den Beratungsanspruch durch "insoweit erfahrene Fachkräfte" nach 8b SGB VIII.
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Koordinierende Kinderschutzstellen (KoKi - Netzwerk frühe Kindheit)
Die KoKi-Netzwerke frühe Kindheit ver netzen die regionalen Angebote und bieten den Eltern so ein umfassendes Unterstützungs- und Hilfeangebot. Wesentliche Aufgabe der KoKi-Fachkräfte ist es, die regionalen Angebote Früher Hilfen vor Ort zu vernetzen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit strukturell zu verankern. Weitere Informationen
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Erziehungsberatungsstellen in Bayern
Erziehungsberatungsstellen unterstützen Mütter und Väter, aber auch Kinder und Jugendliche bei Klärung und Bewältigung von Problemen. In Bayern stehen ca. 180 Erziehungsberatungsstellen regional zur Verfügung. Alle bayerischen Erziehungsberatungsstellen sowie weitere Informationen hierzu sind auf der Website der LAG Erziehungsberatung Bayern.
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Ehe- und Familienberatung
Rund 130 Beratungsstellen bieten in Bayern ein Beratungsangebot. Weitere Informationen inkl. Bayern Atlas zur Suche der regional zuständigen Ehe- und Familienberatungsstellen.
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Frauenhäuser
Frauenhäuser sind rund um die Uhr erreichbare Einrichtungen, in denen gewaltbetroffene Frauen (mit ihren Kindern) unterkommen können, um Schutz und Beratung zu erhalten. Hier erhalten Sie einen Überblick über Frauenhäuser in Bayern.
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Kinderschutz braucht starke Netze - Bayerisches Gesamtkonzept zum Kinderschutz
Kinder, als die Schwächsten in unserer Gesellschaft, brauchen wenn es notwendig ist, den Schutz des Staates. In Bayern bestehen vielfältige Angebote und Maßnahmen, die sich zu einem abgestimmten Gesamtkonzept zum Kinderschutz zusammenfügen. Der Flyer stellt dieses Gesamtkonzept vor.
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Das Hilfe-Portal ist ein Angebot der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Es bietet viele Informationen zum Thema und unterstützt dabei, Hilfe- und Beratungsangebote vor Ort zu finden – aber auch online oder telefonisch.
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