• 8. Schritt: Regelmäßige Überprüfung & Weiterentwicklung

    Abschnittsübersicht

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      Eine wichtige Grundlage für die Wirksamkeit eines Schutzkonzepts ist, dieses "mit Leben zu füllen" und immer wieder Brücken zum Alltag in Ihrer Kita zu bauen.

      Die regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung des Schutzkonzepts ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung in Ihrer Kita.

      •  Worum geht´s?

        Ist das Schutzkonzept Ihrer Kita fertig gestellt, können Sie sehr stolz auf dieses Qualitätsmerkmal Ihrer Einrichtung sein!

        Beachten Sie jedoch, dass die Erstellung eines Schutzkonzeptes nie ein abgeschlossener Prozess ist, sondern ein grundlegendes Prinzip Ihres Miteinanders der Erwachsenen und Kinder in Ihrer Kita. 

        Ein Schutzkonzept muss mehr sein, als das verschriftlichte Konzept bzw. der Ordner, den Sie nun in Händen halten. Um einen wirksamen Schutz für Kinder zu bieten, muss das fertig gestellte Schutzkonzept in Ihrer Einrichtung mit Leben gefüllt werden und darf nicht "in der Schublade" verschwinden. Es kann nur dann wirksam sein, wenn es regelmäßig auf Aktualität und Praxistauglichkeit geprüft wird. Ein wichtiger Beitrag dazu ist die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den festgelegten Schutzaspekten, z.B. in Teamsitzungen, Konzeptionstagen und in der Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen. Dadurch bleibt das Schutzkonzept im Gedächtnis und wird im Alltag gelebt!

        Da die Arbeit in Ihrer Kita immer wieder neue Bedingungen erfährt (z.B. neue Fachkräfte, Umbau, neue Vorgaben) und Veränderungen in der pädagogischen Arbeit erfolgen, ist es eine ständige Aufgabe, das Schutzkonzept zu thematisieren, nach Erfahrungen in der Umsetzung zu fragen und es ggf. an die Situation in Ihrer Kita anzupassen. Diese wiederkehrende Auseinandersetzung ist für die Qualität des Schutzkonzepts sehr wichtig.

        Die Grundlage für die regelmäßige Überprüfung und damit Qualitätskontrolle des Schutzkonzepts ist die Dokumentation z.B. der Beschwerden von Kindern, Eltern, Fachkräften und evtl. aufgetretener Vorfälle in der Kita, sowie die Überprüfung der festgelegten Maßnahmen. Dies sollte fest in den Abläufen der Kita verankert werden.

         Wie geht´s?

        Mindestens 1x jährlich sollte das Schutzkonzept auf den Prüfstand gestellt werden.

        Dazu sind folgende Leitfragen hilfreich:

        • Ist das Schutzkonzept allen Mitarbeiter:innen bekannt? Sind neu eingestellte Mitarbeiter:innen ausreichend in das Schutzkonzept eingeführt worden?
        • Werden die im Schutzkonzept festgelegt Maßnahmen umgesetzt?
        • Wenn nicht, was sind die Gründe dafür?
        • Findet ein regelmäßige Austausch zu den Erfahrungen mit der Umsetzung des Schutzkonzeptes statt?
        • Ist das Schutzkonzept z.B. fester Bestandteil der Teamsitzungen (z.B. 1 x im Monat), um es kontinuierlich zu reflektieren und ggf. zu überarbeiten sowie der Fortbildungsplanung?
        • Auswertung von evtl. Verdachts- bzw. Vorfällen: Greifen die Maßnahmen des Beschwerdeverfahrens und des Interventionsplans?
        • Gibt es Maßnahmen, die verändert/ verbessert werden müssen?

        Nehmen Sie Ihre Risikoanalyse (vgl. Schritt 4) regelmäßig zur Hand und überprüfen Sie diese. Sind alle Bereiche bearbeitet? Sind die festgelegten Maßnahmen noch aktuell? Notieren Sie, falls noch Aspekte offen geblieben bzw. zu verändern sind. Bei Bedarf ist die Risikoanalyse zu wiederholen.

        Aus den Ergebnissen der Dokumentationen und der Prüfung der Maßnahmen ergibt sich, ob das Schutzkonzept angepasst werden muss.